72 Stunden verkabelt – Der Firstbeat-Energiesensor im Selbsttest

BALANCE ZWISCHEN STRESS UND ENTSPANNUNG

Da liegt es nun also, das kleine Gerät, das ich mir ab morgen früh an die Brust kleben soll. Es sieht stylish aus in seinem Weiß. Fast so, als würde es aus dem gleichen Haus wie die Elektrogeräte mit dem angebissenen Apfel kommen. Aber nein, es ist ja nicht aus den USA, das Gerät ist finnisch. Bodyguard 2 heißt es, das kleine weiße Ding. Klingt eigentlich gar nicht finnisch. Aber vermutlich könnte den Namen sonst ohnehin niemand aussprechen. Der Bodyguard aus dem Hause Firstbeat-Sensor soll die Balance zwischen Stress und Entspannung messbar machen. Ist die Balance gut, so habe ich genug Energie für meinen Alltag. Der Sensor macht dies, indem er meine Herzratenvariabilität misst.

Das Wort klingt furchtbar kompliziert, seine Funktion lässt sich aber ganz knapp so zusammenfassen: Bin ich gesund, so passt sich meine Herzfrequenz den jeweiligen Umständen an. Bin ich im Dauerstress oder aus anderen Gründen nicht ganz fit, funktioniert dieser Anpassungsmechanismus nicht so gut und mein Körper tut sich schwer dabei, neue Energie zu schöpfen! Wenn ihr mehr über die Herzratenvariabilität (HRV) erfahren wollt, seht euch am besten die medizinische Erklärung hier an: https://www.firstbeat.com/de/blog-de/was-ist-die-herzratenvariabilitaet-hrv-und-wieso-ist-sie-wichtig/


Skepsis hat am Anfang überwogen, aber die Neugierde war zu groß…

Im Endeffekt soll mir der Firstbeat-Sensor dabei helfen, meinen Körper besser kennenzulernen. Ich soll durch das Tragen dieses Gerätes lernen, welche Faktoren im Alltag zu körperlichem Stress führen und welche mir dabei helfen, mich zu regenerieren. Ich könnte durch den Bodyguard 2 als meine Energiefresser und – spender kennenlernen.

Ein bisschen skeptisch bin ich schon wegen der Kabel und zwei Sensoren, die ich mir an den Körper heften soll, aber die Neugier siegt. Ich will zumindest versuchen, mehr über mich und meinen Körper herauszufinden. Da man die 72-stündige Messung immer nach dem Aufstehen beginnen soll, kann ich erst morgen früh beginnen. Bis dahin kann ich aber schon mal in das Online-Tagebuch reinschauen, das ich die nächsten Tage führen soll.

Tag 1
Um 7:30 stehe ich auf und ich denke gleich daran, dass ich mich ab heute verkabeln soll. Nach dem Duschen lege ich den Firstbeat-Sensor an, das geht ganz leicht und ist auf einem Bild, das der Packung beiliegt, beschrieben. Außerdem liegen der Packung Klebepads bei, die das Bindeglied zwischen Haut und Gerät darstellen.

Das Fixieren des Sensors ist ganz easy: Der größere Teil des Sensors gehört auf der rechten Seite des Brustkorbes unterhalb des Schlüsselbeines befestigt. Der kleinere Teil muss unterhalb der linken Brust fixiert werden. Zwischen den beiden Teilen baumelt dann ein kurzes weißes Kabel. Anfangs dachte ich, dass es mich stören würde – insbesondere, wenn man einen BH trägt. Tatsächlich habe ich aber weder das Kabel noch das Gerät selbst während des Tages bemerkt. Ich habe alles gemacht wie immer. Manchmal habe ich mich gefragt, ob das Ding überhaupt noch da ist. Ein kurzer Kontrollblick auf das kleine grüne Blinklicht versicherte mir aber, dass noch gemessen wird und alles paletti ist.

Den ersten Abend meiner 72 Stunden verbringe ich mit einer Freundin, wir treffen uns zum Essen und erst nach etwa 3 Stunden fällt ihr plötzlich auf, dass ich ein Gerät auf meiner Brust fixiert habe. Die Neugier ist natürlich groß und ich muss erklären, was das eigentlich ist, und was ich damit mache. Diese Erfahrung mache ich in den nächsten Tagen noch einige Male: Manche Interessierte fragen mich besorgt, ob es mir eh gut geht, oder ob dieses Gerät medizinisch verordnet sei. „Nein, es ist alles okay, ich will nur meinen Körper besser kennenlernen“, gebe ich zur Antwort. „Mhm..das fände ich auch spannend“, ist die häufigste Reaktion darauf.


Am leichtesten ist es, man verbindet zuerst das Klebepad mit dem Sensor und klebt diese erst im Anschluss daran auf die Haut.

Tag 2 und 3
Am zweiten Tag bin ich schon routiniert. Nach dem Aufstehen lege ich den Sensor kurz ab, um zu duschen. Danach ist er ruck-zuck wieder montiert. Ansonsten mache ich alles wie gewohnt: Arbeiten, Lernen, Essen, Radfahren und sogar intensiveren Sport. Ich nehme an einem Sportkurs teil, der mir einiges abverlangt, da die Trainerin entschieden hat, für die letzte Einheit des Kurses das Beste aus uns rauszuholen. Zwei Teilnehmerinnen müssen wegen Überanstrengung aufhören, aber ich kämpfe weiter und laufe, springe, planke, squatte, hebe, drücke…und vor allem schwitze. Was macht mein Sensor? Nichts. Er läuft einfach weiter und zeichnet mein gesamtes „Boot Camp“ auf. Den Schweiß- und Bewegungstest hat der Bodyguard also mal bestanden. Umso gespannter bin ich auf die Auswertung dieser Sporteinheit und überhaupt der ganzen 72 Stunden.

Auswertung
Am dritten Tag in der Früh nehme ich das Gerät runter und gebe es zurück in seine Verpackung. Von nun an sind andere an der Reihe. Gabriel von XuendR ist schon Profi in der Analyse und Interpretation der Messwerte. Ich bekomme einen Report, der jeden Tag einzeln und eine Zusammenfassung der drei Tage beinhaltet. Ganz grob lässt sich sagen: Rot ist Stress und Grün ist Erholung. Blau bedeutet je nach Intensität der Farbe leichte oder starke körperliche Aktivität. Jeglicher Sport ist also in dieser Kategorie.

Ich bin recht nervös, bevor ich meinen Report zum ersten Mal sehe, bemerke aber bald, dass das gar nicht notwendig gewesen wäre. Erstens gibt mir Gabriel das Gefühl, die ganze Besprechung aus einer professionellen Distanz zu betrachten. Zweitens ist der Report besser als erwartet.

Leider sind nicht alle Tage so „perfekt“ wie dieser. Gabriel von XuendR war begeistert.

Zumindest der Tag, den ihr hier seht, ist laut Gabriel das, was man einen „perfekten Tag“ nennen würde. Stress während des Tages, Sport am Abend und eine erholsame Nacht. An diesem Tag beginnt meine Erholung schon lange bevor ich schlafen gegangen bin, was logischerweise super ist. Leider waren nicht all meine Schlafphasen so gut. Anders sieht es zum Beispiel aus, wenn ich am Abend Alkohol getrunken habe. Auch, wenn es „nur“ zwei Gläser Wein waren: Die Einschlafphase ist viel unruhiger und die tatsächliche Erholung beginnt bei mir deutlich später. Ähnlich verhält es sich auch mit Sport: Wenn ich ihn relativ spät am Abend mache, braucht mein Körper offensichtlich ziemlich lange um abzukühlen und ich kann mich erst viel später regenerieren.

Außerdem habe ich herausgefunden, dass ich beim Autofahren nicht so gelassen bin, wie ich immer geglaubt habe. Stattdessen sieht man das als deutlichen Stressfaktor in meinem Report. Besonders überraschend war für mich, dass mich auch private Termine teilweise recht stress – zumindest deutlich mehr, als mir bewusst war bzw. als ich mir eingestehen würde.
Insgesamt bin ich froh über dieses Experiment: Ich finde, wir beschäftigen uns im Alltag sowieso viel zu wenig damit, auf das zu hören, was unser Körper sagt. Vielleicht brauchen wir in unserem hoch technologisierten Zeitalter einfach einen „Bodyguard“, der uns vor Augen führt, was uns die Energie raubt und unter welchen Umständen wir unsere Akkus am besten wieder aufladen können! Ich kenne mich jetzt jedenfalls ein Stückchen besser.


Für mich hat sich das Experiment mehr als ausgezahlt!

Für euch habe ich den Tipp: probiert den Bodyguard einfach selbst aus. Die Einblicke, die ihr über eure persönlichen Stresssituationen und euren Lifestyle bekommt, sind einfach überwältigend. Auf der XuendR Webseite kann man den Sensor einfach über den Online Shop bestellen: https://xuendr.com/wpx/product/bodyguard2/